Unter dem Motto "Mach doch einfach!" fand auf dem Messegelände in Hannover vom 20. bis zum 28. Juni erneut die IdeenExpo statt, das größte Mitmach-Event für Naturwissenschaften und Technik in Europa. Mehr als 300 Aussteller präsentierten interaktive Exponate und luden Schulklassen, Familien und Interessierte dazu ein, selbst zu experimentieren und MINT-Berufe hautnah kennenzulernen.

Auch der Sonderforschungsbereich 1633 war auf der Messe vertreten und präsentierte zahlreiche Angebote zu den zentralen Konzepten seiner Forschung: Interaktive Experimente veranschaulichten, wie Ladungen getrennt und zusammengeführt werden können, wie in Natur und Industrie Energie zur Synthese von Energieträgern eingesetzt werden und grüner Wasserstoff elektrochemisch hergestellt und gespeichert werden kann. Live-Experimente und Videos veranschaulichten, dass unerwünschte Abfälle wie Kohlenstoffdioxid oder Nitrat nur mithilfe von Strom und passenden Elektrodenmaterialien zu wertvollen Stoffen wie Ameisensäure oder Ammoniak umgewandelt werden können.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der niedersächsischen Kultusministerin Julia Willie Hamburg am 22.06.2026. Im Austausch mit Mitgliedern des Sonderforschungsbereichs informierte sie sich über die aktuellen Projekte und Einsatzmöglichkeiten in der Zukunft. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand auch die Frage, wie sich aktuelle Spitzenforschung mit schulischer Bildung verknüpfen lässt, um junge Menschen frühzeitig für Naturwissenschaften zu begeistern.

 

 

                  

Im Rahmen der Projektwoche des Otto-Hahn-Gymnasiums Göttingen in der letzten Maiwoche 2026 besuchte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihrer Lehrerin Mona Maaß die Chemiefakultät der Universität Göttingen. Das Projekt "Mint-Studium" bot den Teilnehmenden die Gelegenheit, einen authentischen Einblick in den Studien- und Forschungsalltag der Naturwissenschaften zu erhalten und mit Studierenden über ihre Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.

Unter Anleitung von Mitgliedern des Sonderforschungsbereichs 1633 konnten die Teilnehmenden selbst Experimente zu unterschiedlichen aktuellen Forschungsthemen durchführen und eigene Materialproben am Rasterelektronenmikroskop untersuchen. Als besonderes Highlight konnten sie zudem Ammoniak auf mehreren Wegen selbst herstellen - klassisch, elektrochemisch und photochemisch. Dadurch konnten anschaulich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren verglichen und auf ihre Nachhaltigkeit hin bewertet werden.

Wir freuen uns, dass wir den Teilnehmenden einen Eindruck unserer Forschung und eine Orientierung für ihre Studien- und Berufswahl im MINT-Bereich geben durften. Die Begeisterung beim Experimentieren und der direkte Austausch haben den Tag zu einem besonderen Erlebnis gemacht!

 

                  

Vom 20. bis 24. April 2026 fand am XLAB erneut ein MINT-EC-Schülercamp zum Thema "Nachhaltige Chemie unter Strom und Spannung" statt. 16 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, der Türkei und USA erhielten dabei die Möglichkeit, sich intensiv mit nachhaltigen Technologien und aktuellen Fragestellungen moderner Forschung auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt des Programms standen Experimente zu nachhaltigen Syntheseverfahren, zur Energiespeicherung und zur Verwendung nachhaltig hergestellter Chemikalien in Brennstoffzellen. 

Darüber hinaus bot das Camp vielfältige Einblicke in die aktuelle Forschung an der Universität Göttingen. Im Wöhler Research Institute for Sustainable Chemistry (WISCh) lernten die Schülerinnen und Schüler innovative Ansätze zur Entwicklung nachhaltiger Katalysatoren kennen, während sie in den Laboren des SFB 1633 im Arbeitskreis von Professor Meyer selbst analytische Messungen durchführen konnten. Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre Neugierde beim Experimentieren und wünschen ihnen alles Gute für ihre Zukunft!

 

 

                  

 

Beim Girls' Day 2026 haben 14 Schülerinnen aus Göttingen und Umgebung einen Einblick in die moderne Forschung des SFB 1633 erhalten und konnten selbst spannende Experimente zu wichtigen Zukunftstechnologien durchführen:

So stellten sie unter anderem fluoreszierende Nanopartikel her, färbten elektrochemisch Metalloberflächen ein, untersuchten die Vorgänge beim Laden und Entladen von Batterien oder bauten eine alkalische Brennstoffzelle. Dies alles sind Prozesse, die auch in industriellen Anwendungen eine wichtige Rolle spielen und an denen grundlegende Prinzipien nachhaltiger Energietechnologien nachvollzogen werden können.

Im Anschluss an die Experimente hielt Lynn Meeder aus dem Arbeitskreis von Prof. Ricardo Mata einen interessanten und inspirierenden Vortrag über die aktuelle Forschung im SFB 1633. Sie gab Einblicke in laufende Projekte, erklärte die Bedeutung für zukünftige technologische Entwicklungen und zeigte mögliche Wege in ein naturwissenschaftliches Studium oder eine wissenschaftliche Karriere auf. 

 

                  

 Am 19. April 2026 präsentierte sich eine Vielzahl ein Forschungsgruppen in der Göttinger Innenstadt einem breiten Publikum: Beim Aktionstag "Science goes City" konnten interessierte Besucher von 12 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm aus Mitmachangebote und Bühnenveranstaltungen direkt im Zentrum der Stadt erleben und dabei spannende Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen gewinnen.

Auch der Sonderforschungsbereich 1633 war Teil des Programms und stellte seine Forschung in der Johanniskirche vor. Verschiedene Exponate zur Ladungstrennung, Energiespeicherung und zur Synthese wichtiger Chemikalien luden dazu ein, mit den Forschenden ins Gespräch zu kommen und mehr über zentrale Themen der aktuellen Grundlagenforschung zu erfahren. Besonders gefreut haben wir uns über den hohen Andrang und den intensiven persönlichen Austausch vor Ort, der auch für uns sehr bereichernd war.